Griechische Flüchtlingspolitik – ein heikles Thema – INTERVIEW ZUR LAGE VON MIGRANTEN OHNE AUFENTHALTSSTATUS

ARTE Journal:Wie fühlen sich Flüchtlinge?, Salinia Strux, Ethnologin und Asyl-Expertin gab folgende Antwort:

Diese Frage sollte ein Flüchtling beantworten. Wir können das von außen nie ganz nachvollziehen, meiner Meinung nach. Egal wie nah wir den Menschen sind und wie lange wir schon für Menschlichkeit eintreten. Ich glaube, das Schlimmste ist nicht die permanent erneut eingegangene Todesgefahr beim Grenzübertritt, sondern die ständige Ungewissheit über die eigene Zukunft, die Last der Verantwortung für den eigenen Neubeginn in der Fremde und das Leben der Familie. Abgesehen von dem Rassismus und der Respektlosigkeit, die einem begegnet auf dem Weg nach Europa, und die die eigene Würde verletzen, ist der Leerlauf das schlimmste Gefühl. Dazu kommen Sehnsucht und Einsamkeit. Physisch und psychisch lässt sich das nicht trennen, das hat direkt miteinander zu tun. Das Physische verliert sehr schnell an Bedeutung auf diesem Weg über die Stacheldrahtzäune Europas. Ich glaube, da kann man nicht mehr drüber nachdenken, das sind ganz andere Relationen. Es gibt nur das Ziel vor Augen, und das will man nicht aus den Augen verlieren, koste es was es wolle.

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